Letztens ging es um die Alten, heute um die Jungen unseres vielversprechenden Volkes. Und deren Anwandlungen.
Wir alle haben sie schon gesehen: Halbstarke, -wüchsige und ziemlich Großspurige Vorerwachsene. Meist in Gruppen von 5-10 ihrer Artgenossen sind diese putzigen Wesen “Swag”, “Cool” und “Krass” unterwegs.
Untereinander Freundlich, Süß, Entengesichtig werden sie zu wahren Monstern, wenn sie sich angegriffen fühlen.
Monstern für die Nerven. Die Geduld. Und nicht letzten Endes den Pädagogischen Selbstschwur, keinem andern Menschen je ernsthaft Weh zu tun, auch wenn es dieses mal bestimmt erzieherischen Wert hätte.
Jugendliche von Heute sind so vielseitig, wie die Farbpalette an Farben hergibt.
Da gibt es Emo’s, Punks, Hopper, Metaler, Goths, Skater, und alle anderen Formen deren Ableitungen eine Eigenschaft oder ein Verb von sich bilden lassen.
Die Definitionen der einzelnen Rassenrichtungen (möcht man zumindest Glauben wenn man die teilweise ernsthaft verfeindeten Rotten miteinander betrachtet) ist jedoch so Fein gesät, das ein Gothic meist kaum von einem Emo zu unterscheiden ist – abgesehen vom Glauben, das der Emo ständig Weint, keine Freunde hat, sich mit agonischer Freude jedesmal (ist das dann eigentlich versehentlich?) an den Pulsadern vorbeischneidet und überhaupt zu meiden ist wie früher die Pest.
Gothics und Punks sind grundsätzlich ebenfalls zu vermeiden, weil “die sind anders!”.
Cool sind nur Hopper, Chiiqas und die Traditionellen Proleten. Warum, konnte mir bisher noch niemand Verraten.
Wie bereits oben festgestellt und veranschaulicht, gibt es mittlerweile sogar so etwas wie einen KommuniikatioonskodEx.
Ja, genau. Die Verballhornung, nein, das Niederknüpeln mit einem Genagelten Baseballschläger, die anschließende Schändung bei vollem Bewusstsein, das ins Gesicht spucken der Deutschen Schriftsprache.
Man vergebe mir, ich neige zu Schreibfehlern, und das gebe ich auch offen zu, wenn darauf angesprochen.
Aber wenn ich Sätze lese die qerne mal das q mit dem g vertauuschen, oder Doppelkonsonanten in Wörtern die, wüürde man siie laut vorleesen eher so klängen als hätte man einen (habt Mitgefühl mit diesen Menschen, sie habens wirklich nicht Leicht) lebenden Rentenbescheid für einen Logopäden vor sich.
Aber bei der Jugend von Heute ist sowas Cool. Swag Swaq.
Womit sich mir die Frage aufwirft, wie sich gegenüber der allgemeinen Beurteilung unsere geliebten Landes die Hobbyleghastenie erklärt. Ich kenne kaum Jugendliche (also alles unter meinem Alter), die in der Lage sind sich halbwegs ordentlich auszudrücken. Da werden gern mal Artikel vertauscht, Wörter so unmenschlich Falsch geschrieben das es Weh tut, sie zu Lesen.
Liebevoll, ja geradezu Solidarisch darauf angesprochen wird man dann mit höchst unlieben Worten darauf hingewiesen, das man Freizeit habe und das Scheißeqal wääre.
Liebe Gemeinde, ich frage euch, im Angesicht des Herrn – schmerzt es euch nicht auch, zu sehen, wie Schwer man es später haben mag, Akkustisch auch nur einen Satz sauber sprechen zu können?
Ich weiß, das ich Schreibfehler habe – ich neige dazu, so zu schreiben wie ich es betonen würde, man mag es mir nachsehen – aber ich für meinen Teil liebe die deutsche Schriftsprache. Sie ist vielseitig.
So wie Emos, Gothics, Punks, Chicksen und Proleten.
3 Kommentare
Leave a Reply
Regeln zur Freischaltung von Kommentaren
Bitte beachte die folgenden Regeln
- Nutze Deinen realen Namen oder einen Nick
- Keine Signaturlinks in den Kommentaren
- Keine Referral-Links
- Keine vulgären oder beleidigenden Worte
- Kein Spam, um einen Backlink zu bekommen
- Keine Werbung
Wir behalten uns das Recht vor, Werbung, sowie Kommentare, die nicht unseren Regeln entsprechen, jederzeit zu löschen.










Ich wurde in Unterfranken geboren und verbrachte dort meine ersten 20 Jahre. Später zog es mich weiter nach Mittelfranken, um dann in Nordhessen zu landen.
OMG … du hast es tatsächlich auf den Punkt gebracht… DAS, was mir seit Monaten … ach was sag ich? Seit Jahren geht’s mir durch den Kopf… Unsere vielseitige, interessante, aber durchweg wohl nicht interessierte Jugend scheint teils etwas auf den Kopf gefallen… jedenfalls was unsere Sprache und Schreibweise angeht .. wobei “unser” auch übertrieben ist… teilweise denk’ ich: WHAT ?? Weil ich einfach den “Slang” (nennt man das so heutzutage?) nicht mehr verstehen kann….
Muhi… ich will’s auch gar nicht verstehen… naja… und ich kann’s auch nicht *krkr*
So richtig verstehe ich nicht, worauf du hinaus willst. Zum einen geht’s um die Vielseitigkeit der Jugend und dann um deren allgemeines Problem der Legasthenie? Aber wenn du selbst Probleme mit dem Geschriebenen hast, verstehe ich nicht, warum du dich dann über die Fehler der Jugend aufregst. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das sehr anmaßend finde. Einfach mal Vorbild sein und selber richtig schreiben. Mein Bruder war früher auch Legastheniker, konnte nie zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden und schrieb Wörter eben wie er sie spricht. Doch durch’s Chatten, Internetsurfen, aber auch mal ein Buch lesen, sah er das Richtig-Geschriebene und hat so seine Legasthenie überwunden.
Moment bitte…
Ich habe in keinem Wort Leute beleidigen oder kränken wollen, die wirklich unter Legasthenie leiden.
Ich habe lediglich darüber geschrieben das viele Fälle von Lese- Rechtschreibschwäche die heutzutage auftreten aus Faulheit oder Nicht-Lernen auftreten. Nicht aus der Problematik als solche – und das habe ich im Artikel explizit erwähnt.
Legasthenie und dieses “Dumm-Falsch-Schreiben”, um es mal so zu nennen, ist das, was ich kritisiere.
Deshalb habe ich mich auch selbst erwähnt – ich nehme mich nicht vollkommen aus – weiß aber immerhin wie Worte korrekt geschrieben werden.
Und ich lese auch in meiner Freizeit nicht gerade wenig.
Regards,
Aru